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Porträt und Bilder

Außenansicht der Kresslesmühle

 

Artistico-Bar mit Blick auf die Terrasse

 

Blick in die Artisitico-Bar

 

Blick auf Terrasse mit Bachaufdeckung

 

Das Foyer der Kresslesmühle mit Bar

 

Theaterraum der Kabarettbühne

 

Theaterraum der Kabarettbühne

 

Theaterraum der Kabarettbühne

 

Foyer im 1. Stock mit Blick in den Seminarraum

 

Seminarraum im 1. Stock

 

1. Stock: Eingang zur Bühnengarderobe und zum Kinderhort

 

Eingang zum Hort im 1. Stock

 

Die Garderobe im Flur des Horts

 

Der Flur des Kinderhorts

 

Der Flur des Kinderhorts

 

Die Hortküche

 

Der PC-Arbeitsplatz des Horts

 

Das Hort-Spielzimmer

 

Das Hort-Spielzimmer

 

Das Hausaufgabenzimmer des Kinderhorts

 

Das Treppenhaus im 1. Stock

 

Detailansicht des Treppenhauses im 2. Stock mit freigelegtem Dachstuhl

 

Das Treppenhaus im 2. Stock

 

Das Treppenhaus im 2. Stock mit Blick auf den Büro-Eingang

 

Außenansicht der Kresslesmühle mit Artistico-Straßencafé

 

Der vereiste Bach bei der Kresslesmühle im Winter

 

Das Kulturhaus Kresslesmühle wurde im Februar 1977 als innerstädtisches Bürgerhaus in der Augsburger Altstadt in einer 500 Jahre alten Mühle eröffnet und zählt somit mit dem Nürnberger KOMM zu den ersten soziokulturellen Zentren in Bayern. Der damalige Trägerverein, die 1972 gegründete Bürgeraktion Lechviertel hat mit diesem Stadtteilzentrum, das übrigens als erstes Gebäude im Rahmen einer sozial verträglichen Sanierungspolitik renoviert wurde, die ersten Impulse und einen wesentlichen Beitrag zur Rettung und Sanierung der historischen Augsburger Altstadt geleistet. Seit ca. 10 Jahren wird das Kulturhaus Kresslesmühle von einer gemeinnützigen GmbH verantwortet.

Neben dieser stadtteilorientierten Sanierungspolitik war die Kresslesmühle immer ein innerstädtisches Kommunikationszentrum im Sinne des erweiterten Kulturbegriffs der 70er Jahre mit einer breiten Angebotspalette von sozialen, künstlerischen, kulturellen, kommunikativen und politischen Aktivitäten. Daneben war die Kresslesmühle von Anfang an ein Ort der Integration und der Begegnung mit kultureller Vielfalt. Die Beschäftigung mit der „Gastarbeiterfrage“ und den damit verbunden „Integrationsmaßnahmen“ ergab sich aus dem hohen „Ausländeranteil“ bei den Bewohnern der Augsburger Altstadt. So entstanden durch die Zusammenarbeit mit Künstlern mit Migrationshintergrund bereits Ende der 70er Jahre erste interkulturelle Kulturprojekte im pädagogischen Bereich und die intensive Auseinandersetzung mit einer interkulturellen Bildung in Abgrenzung zur kompensatorischen Ausländerpädagogik.

Seitdem zählt die Kresslesmühle nicht nur auf kommunaler Ebene zu den wichtigen Impulsgebern in der Frage der Wahrnehmung und des Umgangs mit den Wirklichkeiten der pluralen Stadtgesellschaft auf der sozialen, der kulturellen und der bildungspolitischen Ebene. Beispielhaft seien hier Kulturprojekte, wie die interkulturelle Theaterproduktion „Gilgamesch“ in Zusammenarbeit mit dem Meta Theater in München und Ellen Stewart vom La Mama Theatre New York, die Mitgründung des Netzwerkes „FILL – Forum Interkulturelles Leben und Lernen“, der Betrieb der eigenen interkulturellen Kindertagesstätte Kolibri, der „Internationale Künstlerempfang am Aschermittwoch“ und die interkulturelle Veranstaltungsreihe „Festival der 1000 Töne“ erwähnt.

Ein ganz besonderes Programmprofil der Kresslesmühle war über 20 Jahre das internationale Theaterfestival LA PIAZZA, das als Sommerkulturereignis die Augsburger Innenstadt in eine offene, weltstädtische Theaterkulisse mit Flair verwandelt hat. Ganz vor dem Hintergrund der Meinung, mit Kultur die City zu revitalisieren, war dabei die kulturelle Aneignung des öffentlichen Raumes durch eine moderne urbane Erlebniskultur das erklärte Ziel.

Mit Gründung der „Interkulturellen Akademie Augsburg“ wurde ab 2005 die inhaltliche Fokussierung der Kresslesmühle auf die interkulturelle Kultur- und Bildungsarbeit gerichtet. Mit einer Vielzahl von Tagungen, Fortbildungen und Symposien der Interkulturellen Akademie, wie z.B. „ Einbürgerung des Islam in die europäische Zivilgesellschaft“ im Rahmen des Festjahres zu 500 Jahre Augsburger Religionsfriede, sowie vielfältigen interkulturellen Kulturveranstaltungen auf lokalem wie internationalen Niveau, insbesondere beim „Festival der 1000 Töne“, so z. B. durch das Tanzprojekt „RAP FOR PEACE“ hat das Kulturhaus Kresslesmühle in den letzten beiden Jahren seinen Betrag geleistet, Wege für das Miteinander in der Vielfalt aufzuzeigen.

Nach 30 Jahren ist die Kresslesmühle ein Kulturzentrum, das im Bereich der Kleinkunst und des Kabaretts mit zwei nationalen Festivals zu den Topadressen in Deutschland zählt. Gleichzeitig ist die Mühle ein wichtiger Ort für Bürgerengagement, Kommunikation, künstlerische Experimente und eine offene Bühne für den Nachwuchs geblieben. Mehr ins Zentrum gerückt ist die kulturelle Pluralität und der Umgang mit dem dramatischen demografischen Wandel der Stadt. Im Mittelpunkt stand bei allem inhaltlichen Wandel immer die Überzeugung, dass eine moderne Kulturpolitik an den Schnittstellen zwischen Bildung, Kultur und Sozialem eine gesellschaftspolitische, demokratische Verantwortung auch in ihrem konkreten Handeln hat.

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