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Kulturpreis 2006 der Kulturpolitischen Gesellschaft

Die Interkulturelle Akademie Augsburg erhält den Kulturpreis 2006 der Kulturpolitischen Gesellschaft

Das Internationale Kulturhaus Kresslesmühle in Augsburg erhielt den Kulturpreis 2006 der Kulturpolitischen Gesellschaft. Der Vorstand der bundesweiten Vereinigung würdigte damit das langjährige interkulturelle Engagement der Kresslesmühle. Namentlich die Interkulturelle Akademie, die in Kooperation mit der Migrantenorganisation "Mesopotamien Verein“ betrieben wird, sei beispielhaft für eine kontinuierliche und nachhaltig wirksame Kulturarbeit von und mit Migrantinnen und Migranten.

Begründung der Preisverleihung:

„Die MigrantInnen von heute sind die Deutschen von morgen“. Diese Aussage der türkischstämmigen Bundestagsabgeordneten Lale Akgün umreißt den Zielhorizont der gegenwärtigen Migrationsdebatte. Deutschland ist ein Zuwanderungsland und steht vor der Aufgabe, für die NeubürgerInnen Integrations- und Partizipationsangebote zu entwickeln. Diese müssen zudem so gestaltet sein, dass der gesellschaftliche "Mehrwert“ der Zuwanderung deutlich wird: In Wirtschaft und Gesellschaft, in Wissenschaft und Kultur.
Das Internationale Kulturhaus Kresslesmühle in Augsburg arbeitet seit Jahren an den Schnittstellen und Konfliktlinien urbaner Gesellschaften, die zwischen Eigenem und Fremden, zwischen Alteingesessenen und Neuhinzugekommenen immer wieder neu bearbeitet werden müssen. Sie agiert dabei vor allem im Feld von Kunst und Kultur, die als wichtige Medien der interkulturellen Verständigung und bedeutende Faktoren der gesellschaftlichen Integration wirken.
Namentlich die Interkulturelle Akademie, die in Kooperation mit der Migrantenorganisation "Mesopotamien Verein“ betrieben wird, ist beispielhaft für eine kontinuierliche und nachhaltig wirksame Kulturarbeit von und mit MigrantInnen.

Mit seinem Kulturpreis würdigt der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft das langjährige interkulturelle Engagement des Bürgerhauses. Dessen interkulturelle Arbeit hat eindrucksvoll bewiesen, wie Kulturangebote entwickeln werden können, die auch für Menschen interessant sind, die einen Migrationshintergrund haben. Mit dem Preis an die Kresslesmühle will der Verband ein Zeichen setzen und die Kulturpolitik des Bundes, der Länder und der Kommunen auffordern, mehr auf diesem Gebiet zu tun. Denn wir bewegen uns immer weiter auf eine interkulturelle Gesellschaft zu, in der die "Einheimischen" weniger werden. Die Zukunft der Kulturpolitik ist interkulturell!"

Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft
Bonn/Augsburg, 21. Februar 2007